Über mich


Ich habe Geschichten geliebt, lange bevor ich wusste, dass sie überhaupt Strukturen haben.

Sprache beginnt lange vor den Worten.

Ich glaube nicht, dass gute Texte aus besseren Formulierungen entstehen.

Sie entstehen aus Wahrnehmung.

Aus dem Moment, in dem sichtbar wird, worum es eigentlich geht.


Deshalb beginne ich meine Arbeit selten mit einem Rotstift.


Ich höre zu.

Ich stelle Fragen.

Ich kartografiere Zusammenhänge, bis sichtbar wird, was unter einem Text, einem Buch oder einer Idee liegt.


Erst dann beginnt die eigentliche Arbeit am Schreiben.

Ich bin Alexandra H. Meier.


Viele Jahre habe ich als Lektorin gearbeitet. Mit der Zeit fiel mir auf, dass dieselben Fragen immer wieder auftauchten – unabhängig davon, ob jemand ein Buch schrieb, eine Methode entwickelte oder seine Positionierung suchte.


Das Problem lag selten im Text.

Es lag in der Wahrnehmung, aus der der Text entstanden war.


Heute begleite ich Menschen dabei, genau diese Ebene freizulegen.


Manchmal in einem Strukturgespräch.

Manchmal im Schreibraum.

Manchmal in einer Buchbegleitung.

Und manchmal genügt eine einzige Frage, damit ein ganzer Text seinen Platz findet.


Ich arbeite nicht mit fertigen Antworten.

Ich arbeite so lange mit einer Frage, bis sie ihre eigene Form zeigt.


Denn Sprache muss nicht erfunden werden.

Sie ist oft längst da.

Sie wartet nur darauf, wieder gehört zu werden.

Alexandra H. Meier an der Cava di Bauxite in Otranto – Lektorin für verkörpertes Schreiben und Buchbegleitung.